Der Hobbybrauer und der Zoll

Es ist schon etwas seltsam in unserem Staat. Wein darf ich machen so viel ich will, doch beim Bier brauen schaut das ganz anders aus. Hier ist dem Zoll schon die Absicht zu melden mit dem Brauen anzufangen. Dann wird das weitere Vorgehen von jedem Hauptzollamt etwas anders gehandhabt. 

Das Erste das der Hobbybrauer machen muss ist sich beim zuständigen Hauptzollamt anzumelden. Dann bekommt man eine Hobbybrauernummer zugeteilt, so dass man für den Zoll existiert. Wobei ich ausdrücklich anmerken muss, dass die zuständigen Leute beim Zoll bisher immer sehr nette Leute waren die sich mehr für den Geschmack der Biere als für den Zollaspekt interessiert haben. Über die Sinnhaftigkeit des Vorganges haben die meistens die selbe Meinung wie die Hobbybrauer, aber ihnen sind eben auch die Hände gebunden.

Zuerst muss jeden Jahresanfang oder zu Anfang der Brauertätigkeit eine Erklärung auf dem Formular „Anzeige der Haus und Hobbybrauer gemäß §41 Abs.2 der Biersteuerverordnung“, das ich vom Zollamt zugeschickt bekommen habe. Hier wird erklärt dass ich Vorhabe Bier zu brauen. Dann muss ich bis zum erreichen der 200l – Marke nichts mehr machen. Dann muss ich jeden Sud vorher beim Zoll anmelden mit Angabe der Menge die ich die Freigrenze überschreite. Ich mache das per E-Mail, da mir der „Schmarrn“ (Persönliche Meinung von mir) nicht auch noch Porto wert ist. Ich habe einen Antrag auf eine Gesamtrechnung zum Jahresende gestellt, da ich nicht bei jedem Sud die paar Cent überweisen will.

Am Ende des Jahres wird dann Zeitnah, am besten bis 7. Januar, die Jahressteuermeldung über das Formular „2075/1 Steueranmeldung für Bier im Einzelfall“ gemacht das bei Zoll online auszufüllen ist. Gleichzeitig überweise ich den von mir errechneten Betrag auf das Konto der Zollstelle das mir beim ersten Anschreiben mitgeteilt wurde. Gleichzeitig ist dann für das nächste Jahr wieder anzumelden wenn man weiter brauen will. Aber es hört sich hier schlimmer an als es in Wirklichkeit ist.

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