Malz selber schroten

Seit meinem zweiten Sud schrote ich mein Malz selbst. Meine erste Malzmühle war ein Unikat, eine Gewürzmühle von Westmark. Angetrieben durch eine Bohrmaschine von Aldi konnten 5kg in 15 Minuten geschrotet werden. Sogar das Schrotbild war soweit in Ordnung, eine Sudausbeute von 62 bis 64% war ganz ok.

Dann habe ich mir die Mühle von Corona gekauft. Mit diesem Antrieb waren 5kg in 5 Minuten erledigt. Durch die Verstellmöglichkeiten konnte der Schrot so gemahlen werden, dass wirklich ein schönes Schrotbild mit ausreichend Spelzen entstanden ist.

Als nächsten Schritt habe ich mir eine Walzenmühle bei Polsinelli gekauft. Den Antrieb macht ein Scheibenwischermotor, ist zwar nicht besonders schnell aber macht auch ein gutes Schrotbild. Als zusätzliche Trichtervergößerung habe ich ein 200mm Abflussrohr angebaut, so dass ich mehr als 10kg Malz auf einmal in den Trichter bekomme.

Es wird direkt in einen Hobbock mit 30l geschrotet der auch als Aufbewahrungsbox dient falls ich mal ein- oder zwei Tage vor dem Brauen schrote.

Malz habe ich relativ viel da, vor allem von den Basismalzen. Die kaufe ich in 25kg Säcken direkt in der Mälzerei Steinbach in Zirndorf. Könnte woanders billiger sein, aber hier kann ich auf dem Nachhauseweg von der Arbeit vorbei fahren wenn ich bestellt habe. Spezialmalze nehme ich dort auch teilweise mit, teilweise kaufe ich die Kilo weise beim Brauversand.

Seit ich diese günstigen Schwerlastregale gesehen habe finde ich auch meine Malze und Flocken wieder. Manchmal wird auch ein Kara- oder Farbmalz verbraut nur dass der Behälter leer wird. Am Anfang meiner Hobbybrauerkarriere habe ich den Fehler gemacht, dass ich alles da haben wollte was irgend wo in einem Rezept steht. Aber bald habe ich wieder mehr überblick. Was bei meiner Mühle Probleme macht sind Flocken die ich mit vermahle. Für ein Amerikanisches Pils erwende ich eine Schüttung von 20% Maisflocken. Zuerst hab ich ja die Cornflakes von Seitenbacher verwendet, doch auf die Dauer ist das ganz schön teuer. Also habe ich mit Maisflocken aus dem Futtermittelhandel experimentiert und keine Verschlechterung des Ergebnisses festgestellt. Das ist schon ein Preisunterschied bei 13€ für einen 25kg Sack. Die mahle ich normalerweise mit um einen besseren Aufschluss zu erreichen. Doch sie bilden im Trichter der Mühle richtige Brücken so dass kein Malz mehr nachrutscht. Somit war rühren und stopfen angesagt um die Mühle in Gang zu halten. Das nächste mal will ich Versuchen die Flocken separat zu mahlen.

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