Auf der Fürther Michaeliskerwa

Heuer bin ich endlich wieder mal auf die Fürther Kirchweih gekommen. Mich fasziniert immer wieder diese Mischung aus Straßen und Wirtshauskirchweih. Auch die Anzahl der Biersorten ist recht hoch, auch wenn das Grüner aus dem Tucherkonzern schon ein Übergewicht hat. Doch ich gebe jedem Bier eine Chance.

Als erstes ist mir beim Haxn Liebermann dieses Schild aufgefallen. Glossner? Glossner? Irgend wo hab ich den Namen schon gehört. Da fällt es mir wieder ein, ist eine Brauerei aus Neumarkt/Obpf. Soll nach aussage einer anderen Werbetafel prima zu gegrillten Haxen passen. Da ich nicht so viel Hunger hatte habe ich es nicht probiert un bin weiter gelaufen. Als Erstes mal ein Grüner Festmärzen. Mit seinen 6% Alkohol ist es nicht ganz schwach.

Es hat eine schöne orange Farbe einen schönen, lang anhaltenden Schaum und einen Geruch nach Würzigem, Grasigem Hopfen. Den Spagat zwischen Malzigkeit und einem feien Hopfenaroma haben die bei Tucher gut hinbekommen. Lässt sich sehr gut trinken, das Oktoberfestbier für Fürth. Ist mit 4,50€ das Seidla auch günstiger als in München auf dem Fest.

Als Nächstes ein St. Georgen Kellerbier aus Buttenheim. Hier geht es mir wie jedes mal mit diesem Bier. Das Erste ist so la la, das Zweite schmeckt besser und ab dem dritten hab ich mich daran gewöhnt. Als Kellerbier mit doch einem kräftigen Schlag Hopfen und doch einen Geschmack nach Malz, dem etwas Säuerlichen der Hefe ist es schon etwas eigenständiges. Im Abgang kommt dann nochmal der Hopfen durch. Wie schon gesagt, durchaus gut zu trinken wenn man dem Bier eine Chance lässt.

Das habe ich vor ein paar Tagen auch noch nicht gedacht dass ich hier auf der Kerwa das wahrscheinlich letzte echte Kitzmann aus Erlangen trinken werde. Die Marke wird es ja weiter geben, wird eine der vielen aus den Sudkesseln in Kulmbach von der dortigen Einheitsbrauerei. Nicht dass mich jemand hier falsch versteht, die können ihr Handwerk und machen auch recht trinkbare Biere, doch finde ich es immer Schade wenn so eine Brauerei ihre Pforten zu macht die so zur Region und zum Erlanger Berg gehört hat wie Kitzmann.

Aber hier ist halt das Problem: nicht so Groß wie ein richtig Großer aber auch zu Groß für eine Kleinbrauerei. Mal sehen was die Zukunft bring, was Kulmbacher aus der Marke macht.

Einige Stände legen sich bei ihrem Angebot nicht so fest. Da gibt es Bier verschiedener Brauereien, sogar von meiner Heimatbrauerei Dornbräu Bruckberg, Federweißen, Wein und Prosecco. Als Letztes musste ich noch bei einem Stand mit Ausschank der Schanzenbräu vorbeischauen.

Das rote Weizen der Schanzenbräu hab ich bisher noch nicht probiert, also war ich sehr gespannt. Auf der Homepage steht dass es erstmals 2014 in Zusammenarbeit mit der Brauerei Pinkert in Breitengüßbach hergestellt wurde. Die Zusammenarbeit hat sich doch gelohnt, herausgekommen ist ein süffiges Weizen mit schönem Schaum das nicht zu Süß ist, aber doch eine schöne Bananennote hat. Davon kann man auch mal eines mehr trinken. Auch die Farbe passt super, alles richtig gemacht. Eigentlich wollte ich noch zu der Bude aus dem ersten Foto gehen und das Glossner Bier probieren, bin aber irgend wie drüber weggekommen. Jedenfalls ist die Kerwa in Fürth immer einen Besuch wert, ob zum Biertrinken oder um die Atmosphäre zu genießen.

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