Noch eine Bierprobe

In meinem Getränkeshop ist mir neulich eine Flasche der Mönchshof Brau Manufactur aufgefallen. Es handelt sich um einen „Zoigl“?! Also bisher bin ich davon ausgegangen dass man Zoigl nur in wenigen Ortschaften in der Oberpfalz und in Neuhaus / Pegnitz als Kommunbrauerbier erhalten kann. Da entweder direkt vor Ort oder in dort erworbenen oder mitgebrachten Gefäßen. Richtig Spaß macht das ganze im Zoiglausschank mit gutem, preiswertem Essen und echten Zoigl vom Fass, der bei jedem Ausschank etwas anders schmeckt, da zwar die Würze in Kommunbrauhaus hergestellt wird, aber die Gärung und Reifung beim jeweiligen Brauer selbst erfolgt. Hier ein interessantes Video dazu:

Darum bin ich etwas skeptisch wenn der Zoigl von einer großen Brauerei im Regal steht. Das geht mir mit dem Exemplar von Mönchshof, also der Kulmbacher Brauerei AG, genau so. Hier wird sogar auf dem Etikett auf die Tradition in der Oberpfalz verwiesen. Hier ist auch angegeben dass dieser Zoigl 5,4% Alkohol hat, 12,3°P Stammwürze. Auf der Homepage erfährt man mehr: Die Bittereinheiten sind 16 IBU, wobei mit Hallertauer Perle und Saphir gearbeitet wurde, beides Aromahopfen. Als Malze wurden Karamalze „Eiche“ und „Ebenholz“ verwendet. als Basismalze Pilsener- und Münchner Malz. Soweit nicht schlecht zu lesen.

Dann das Einschenken. Hier zeigt er sich Honigfarben, sehr trüb. Der Schaum ist nicht schlecht, hält jedoch nicht lange. Der Geruch ist etwas säuerlich nach Malz und Hefe.

Der erste Schluck schmeckt etwas Malzig süß wie es der Geruch erwarten lies, jedoch ist die Süße schnell verflogen und es kommen leichte, grasige Hopfennoten durch. Ich nehme an dass der Haupthopfen Perle ist und nicht so viel von dem Saphir seinen Weg in den Sud gefunden hat. Das Bier hält auch nicht lange im Mund nach. Also den satten Alkoholgehalt von 5,4% kann es gut verstecken. Das Bier ist nicht schlecht, halt eben kein Zoigl. Sollen die Kulmbacher es doch Zwickl oder Kellerbier nennen. Ich werde weiterhin wenn ich Lust auf Zoigl habe in die Oberpfalz fahren und ihn dort direkt vom Fass genießen statt ihn von der Mönchshof kaufen.

Biertest zum Ersten

Da ich immer wieder wenn ich beruflich unterwegs bin mir mal das ein oder andere Bier mitnehme das mich interessiert habe ich beschlossen, von der Verkostung hier zu berichten. Ganz nach dem alten Motto des Bayrischen Rundfunks ( Aussage Norbert Neugirg, Chef der Altneihauser Feierwehrkappel`n) „Wurscht wer in der Glotze steht, Hauptsache die Zeit vergeht“. Somit stelle ich hier mal ein paar Biere vor.

Da ich zur Zeit viel in der Gegend von Stuttgart unterwegs bin hab ich mal ein paar Biere aus dieser Region getestet. Anfangen möchte ich mit dem Baisinger Teufele. Es kommt aus der Baisinger Bier Manufaktur der Familie Teufel in Rottenburg a.N. / Baisingen

Auf der Homepage der Brauerei ist nachzulesen dass sie schon häufiger Preise beim European Beer Star  und beim World Beer Award gewonnen hat. Das Teufele jedoch nicht. Also hilft nur selbst testen. Die 0,33l Flasche mit dem langen Hals und dem Bügelverschluss macht schon was her. Ich glaube ja eher dass die Form dem Flaschenfüller in der Brauerei geschuldet ist dass sich die Umbauarbeiten in Grenzen halten.

Auf dem Etikett ist zu lesen dass es sich um ein helles Vollbier mit 4,6% Alkohol, was für ein Helles ziemlich wenig ist. Eingeschenkt zeigt es ein helles Gelb mit einem dichten Schaum. Der Geruch ist leicht Malzig, vom Hopfen riecht man wenig. Der Antrunk bring das was der Geruch verspricht. Mildes Malziges Mundgefühl mit etwas Hopfen im Hintergund, das ganze sehr dezent.

Im Abgang meldet sich dann doch noch der Hopfen zur Stelle. Alles in allem ein durchaus trinkbares Bier, jedoch nicht das Spitzengetränk. Ich will mir von dieser Brauerei mal die mit den Preisen ausgezeichneten Biere holen, vielleicht kann ich das ja Nachvollziehen. Jedoch ist beim Biertest wie beim Test von anderen Getränken sehr viel persönlicher Geschmack und Gewohnheit ausschlaggebend.