Das Schlüssel Alt aus Düsseldorf

Von meinem Ausflug nach Düsseldorf habe ich mir auch noch eine Flasche vom Schlüssel Alt mitgebracht. Das ist auch ein Hausbrauerei in der Düsseldorfer Innenstadt. Mit 5% Hat es ganz Ordentlich Alkohol. Die Farbe beim Einschenken passt schon mal, ein sattes dunkelbraun mit weißem Schaum. Im Geruch hat mann sofort die Hefe und den Hopfen in der Nase, schön ausgewogen. Der Antrunk ist Malzig ohne süß zu sein. Dann kommt die schöne Bitterkeit des Hopfens. Im Nachtrunk bleibt der Hopfen mit den Röstaromen aus dem Malz noch etwas auf der Zunge. Für meinen Geschmack ein sau gutes Altbier, das und das Füchschen Alt sind für mich die besten Altbiere in Düsseldorf, die anderen sind aber auch noch gut trinkbar.

Kellerbiere im Test

Wie schon mal erwähnt muss zur Zeit jede Brauerei ein Kellerbier, Zwickel, Zeugl oder ähnliches im Programm haben, oder glauben zu müssen. Ich hab jetzt mal ein paar getestet.

Der erste Kandidat ist das Veldensteiner Kellerbier, gebraut von der Kaiserbräu in Neuhaus. Die Beschreibung auf der Homepage der Brauerei liest sich gut: „Bernsteinfarben, unfiltriert und naturtrüb! Ein süffiges, sehr mildes, untergäriges Kellerbier direkt  aus dem Lagertank und daher mit allen wertvollen Inhaltsstoffen. 12,4 % Stammwürze – alc. 5,4 % Vol.“ Also war ich auf das Bier gespannt. Im Glas hat es ein brauene Farbe mit durchaus akzeptablem Schaum. Der Geruch ist richtig Bierig, also nach Malz und grasigen Hopfen. Im Antrunk hat man das Malz und den Hopfen schön ausgewogen auf dem Gaumen. Die Kohlensäure ist da, aber nicht sehr stark, wie bei dieser Art Biere üblich. Im Nachtrunk bleibt der Hopfen sehr lange im Mund, aber nicht Unangenehm. Nach meiner Meinung ein durchaus gelungenes Kellerbier.

Das Nächste ist das Kellerbier von Dinkelacker aus Stuttgart. Wieder mal ein Blick auf die Homepage, ich lese ja immer gerne die Erklärungen der Werbetexter. Hier heißt es: “ Anlässlich des 125 Jährigen Dinkelacker-Brauereijubiläums im Jahre 2013 haben wir diese unfiltrierte Bierspezialität erstmals eingebraut. Die Rezeptur aus der guten alten Zeit, die Leidenschaft unserer Braumeister und die sorgfältig ausgewählten regionalen Zutaten konnten die Bierkenner der Region auf Anhieb überzeugen. Und so kam es, dass aus unserem Jubiläumsbier, einer eigentlich limitierten Bierspezialität, das Dinkelacker Kellerbier wurde. Mit seinen dezenten Aromen von frischer Bierhefe, Getreide und Malz ist es heute eine der beliebtesten Dinkelacker Sorten.“ Dann Verraten sie noch dass das Bier 12,6% Stammwürze, 5,6% Alkohol und 21,6 Bittereinheiten hat. Für ein Kellerbier ganz anständige Werte.

Als ich es eingeschenkt habe macht es einen sauberen Eindruck, die Farbe ist in dunkle Orange gehend, etwas Trüb wie es sich für ein Kellerbier gehört. Der Schaum steht schön im Glas, ist relativ feinporig. Der Geruch ist fast nicht wahrnehmbar. Im Antrunk merkt man sofort das Bittere des Hofens, was mich bei nur 21,6 Bittereinheiten etwas wundert. Das Malz ist im Hintergrund zu Merken, es ist doch etwas Pilsähnlich im Geschmack. Der Hopfengeschmackt bleibt auch nach dem Trinken noch lange auf dem Gaumen. Eine leicht Alkoholische Note kommt beim Trinken nach dem zweiten Schluck durch. Fazit: durchaus Trinkbar, auch wenn es auf dem Markt Kellerbiere gibt die mir besser schmecken.

Das dritte Bier dieser Sorte ist das Hallerndorfer Kellerbier, also quasi ein Bier aus dem Zentrum der Bierkellerkultur. Die Brauerei Rittmayer schreibt dazu auf ihrer Homepage: „Animierende Frische, reife Fruchtnoten und dezente Röstmalzsüße zeichnen dieses süffige Kellerbier aus. Deutliche Hopfenaromatik verleiht dem Bier Eleganz und Tiefe. ‚So wie früher’ schmeckt das traditionell oberfränkische, leicht dunkle Kellerbier zur deftigen Brotzeit auf dem Bierkeller genauso wie zuhause.“

Auf der Homepage finden sich noch die Informationen dass das Bier 5% Alkohol enthält und mit Tettnanger Aromahopfen gebraut worden ist wie alle Biere der Brauerei Rittmayer. Aber es geht ja nichts über einen eigenen Test.

Das Bier hat einen leicht bräunlichen Schaum der nicht lange hält. Im Geruch merkt man die fruchtigen Noten der Hefe. Der Antrunk ist typisch für ein dunkles Bier mit einem leichten eindruck von Kaffee, Röstnoten vom dunklen Malz und einer ganz leichten Hopfenbittere. Im Nachtrunk bleiben noch eine Weile die Röstnoten auf dem Gaumen. Was fast gänzlich fehlt ist die Süsse manchen dunklen Bieres. Hier hat die Brauerei Rittmayer ein süffiges Kellerbier für Dunkelbierliebhaber gebraut. Obwohl es das wenigste Hopfenaroma hat ist es ein sehr ausgewogenes Kellerbier, mein Favorit bei diesem kleinen Test.

Mein selbstgebrautes dunkles Hefeweizen

Für den Geburtstag eines Freundes habe ich eine dunkles Hefeweizen gebraut. Heute habe ich es Verkostet dass ich es gutes Gewissens auf der Geburtstagsfeier ausschenken kann.

Die Farbe passt schon mal. Sie kommt von dunklem Weizenmalz, Münchner Malz und ein klein wenig KaraFa. Auch der Schaum schaut leicht nach Caramelcreme aus. Das Bier riecht leicht nach Hefe und Malz. Der Antrunk bringt das dunkle Weizenmalz zur Geltung, wenig Banane und Fruchtigkeit, mehr Nelke.

Der Nachtrunk bringt etwas Hefe auf den Gaumen, hält lange nach. Für mich ist das Bier wirklich gut, auf keinen Fall langweilig. Ich bin mir sicher dass das Bier auf der Party gut ankommen wird.

 

Rotbier brauen

Seit meinem ersten Versuch vor zwei Jahren ist das eine meiner erfolgreichsten Biersorten. Es schmeckt mir und auch allen denen ich es bisher kosten lies.

Wie immer fange ich mit der Zusammensetzung des Wassers an. Da mein Leitungswasser extrem Hart ist verschneide ich es mit Wasser aus der Umkehrosmose dass ich so 10° Deutsche Härte erreiche.

Die Schüttung besteht aus 47% Wiener Malz, 33% Münchner Malz, 9% Best Red X Malz, je 5% Karamalz Rot und Melanoidinmalz. Das Red X habe ich nur Verwendet weil ich es noch da hatte. Kann man aber auch für Rotes Bier mit 100% Schüttung verwenden.

Eingemaischt habe ich bei 62°C, dann 40 Minuten Maltoserast. Danach auf 72°C aufheizen und auch hier 40 Minuten Rast. Kann sein dass das auch kürzer reicht, aber so weiß ich dass das Bier passt. Dann noch auf 77°C aufheizen, Jodprobe war in Ordnung, dann in den Läuterbottich.

Die Farbe passt schon mal beim Läutern. Ein schönes dunkles Rot. Nach dem Läutern noch 90 Minuten kochen. Dabei habe ich als erste Hopfengabe Perle mit 5% Alpha nach 10 Minuten zugegeben, dann nach 80 Minuten noch Williamette mit 4,5% Alpha, bei beiden zirka die selbe Menge. Am Schluss soll eine Bitterung auf 24 bis 28 IBU herauskommen mit einem mäßigen Hopfenaroma.

Nach dem Hopfenseihen und Kühlen auf 18°C habe ich mit dem Refraktometer einen Zuckergehalt von 13,2% Brix gemessen was einer Stammwürze von 12,7° Plato  entspricht. Dann wurde die Hefe zugegeben, eine W34/70 aus der zweiten Führung. 18°C ist zwar noch etwas warm, aber nach meiner Erfahrung spielt das wenig Rolle, da ich den Gärbehälter im geregelten Kühlschrank bei 10°C angestellt habe. Gegen Ende der Gärung werde ich den dann noch auf 9°C herunterstellen.

Nach einem Tag bei 10°C ist die Hefe schon gut angekommen, es ist ein schöner weißer Schaum auf der Oberfläche und es riecht sehr gut.

Die nächsten Schritte dann wenn es so weit ist!

Hösl Whiskey-Weisse

In der Norma fand ich einen Sixpack mit einem Whiskey-Weissen der Brauerei Hösl aus Mitterteich. Auf der Homepage finden sich folgende Angaben:

Anlässlich der 20-jährigen Partnerschaft zwischen unserer Heimatstadt Mitterteich und der englischen Stadt Cheddleton Wetley-Rocks / Stafford-Shire kam bei einem Besuch der dortigen Repräsentation zur Organisation dieses Jubiläums der Gedanke an Michael Hösl herangetragen ein ganz besonderes Bier zu brauen.

Der findige Dipl.-Braumeister und selbst Whiskyliebhaber ließ mit einer Antwort nicht lange auf sich warten und braute als Weissbierspezialität zur Überraschung für die englischen Freunde eine „Whiskey-Weisse“.

Die Spezialmischung aus Whiskey- und Weizenmalz verleiht diesem Weissbier eine angenehm torfig, rauchige Note wie sie nur in erlesenen Whiskeys in seiner edelsten Geschmacksvollendung zu finden ist. Ein exzellentes Getränk und eine besondere Gaumenfreude für Freunde eines einzigartigen, außergewöhnlichen Geschmacks.

Alkohol Gehalt: 5,6% Vol.
Zutaten: Brauwasser, Weizenmalz, Whiskymalz, Aromahopfen, Hefe

Beim Einschenken riecht man schon leicht das Torfige des Whiskymalzes. Die Farbe ist eine Art Mahagonibraun mit schönem Schaum. Der Antrunk bring sofort ein Raucharoma, das aber bei weitem nicht so stark ist wie bei anderen Rauchbieren. Man schmeckt auch noch leicht das Malz und Banane . Der Nachtrunk ist nicht sehr lange nachhaltend, am Schluss kommt ein leichte Säure von der Hefe durch. Kein schlechtes Bier, ein gutes Rauchweizen für Freunde dieses Biertyps.

Keiler dunkles Hefeweizen

Da ich es noch nicht probiert habe habe ich mir im Getränkemarkt ein Keiler dunkles Weißbier mitgenommen. Laut Aussage der Homepage der Brauerei ein uriges, zünftig-naturtrübes »Keiler Weißbier Dunkel« wird aus aromatischem dunklem Malz gebraut und hat eine Stammwürze von 12,3% und einen Alkoholgehalt von 5,2%. Gebraut werden soll noch in Lohr am Main, doch bei dem Eigentümer Kulmbacher Gruppe weiß man ja nie.

Beim Einschenken zeigt das Bier eine schöne Blume, der Geruch ist leicht säuerlich nach Hefe. Die Farbe ist ein dunkles Braun was für die Sorte Weizen typisch ist.

Im Antrunk schmeckt man leicht des dunkle Malz, dann kommen leichte Bananennoten auf den Gaumen. Die leichte Säure aus dem Geruch ist auch über den gesamten Trunk merkbar. Das Weizen hat wenig Nachgeschmack und ist schnell wieder vom Gaumen verschwunden.

Das Fazit ist für mich, dass es durchaus trinkbar ist, mein Lieblingsbier dieser Kategorie wird es aber nicht.

Böhmisches Pils aus der 2 Liter Plastikflasche

Manche mögen jetzt sagen: „Dem Graussts ja vor gor nix“, könnte ich ja Verstehen. Aber als ich heute Früh in der Norma war konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und habe eine Buddel mitgenommen. Klein gedruckt steht auf der Flasche etwas von Drinks Union Weimar, also mal auf die Homepage. Dort habe ich folgende Inhalte gefunden:

Březňák Maxi Bottle 2l

Inhaltsstoffe/tech. Angaben Wasser, Gerstenmalz, 

Hopfen, Hopfenextrakt.

In Schutzatmosphäre verpackt.
ALC 5,1% VOL, 11,9 ° Stammwürze

Dann noch der Hinweis dass man es nach dem öffnen binnen drei Tagen trinken soll.

Also versuche ich das mal. Die Farbe passt schon mal für ein Böhmisches Pils, ein sattes Orange. Beim Einschenken kommt ein schöner Schaum ins Glas. Der Geruch ist Malzig mit deutlich wahrnehmbaren Hopfen. Der Antrunk ist Vollmundig malzig, der Hopfen steuert eine angenhme Bittere dazu. Der Nachtrunk ist langanhaltend, hier bleibt der Hopfen noch lange auf der Zunge. Also da hab ich schon wesentlich teuere Biere getrunken die mir weniger geschmeckt haben. Mal Abgesehen von der Verpackung und dem Umstand dass es pasteurisiert ist ein ganz ordentliches Bier. 

Hier noch ein Zitat der Homepage des Importeurs:

Die Drinks Union Deutschland GmbH war eine Tochter der Drinks Union a. s., Usti nad Labem, CZ mit Brauereien in Krasne Brezno, Velke Brezno, Louny und Kudnà Hora. Mit Wirkung vom 1. Juli 2008 wurde die Drinks Union CZ von Heineken übernommen und ging in die Heineken Czech Republic über. Die ehemaligen Brauereien der Drinks Union CZ sind inzwischen still gelegt. Unser Mehrweg-Sortiment wird in der hochmodernen Brauerei in Krušovice gebraut. Damit ist eine hohe Qualität unserer Biere gewährleistet.

Unser gesamtes PET-Sortiment, die „Bierrevolution in Deutschland“, kommt aus der hochmodernen Brauerei in Brno (Brünn). Die Drinks Union CZ gibt es inzwischen nicht mehr. Aber die Drinks Union Deutschland GmbH mit Sitz in Weimar ist als Tochter der Heineken Ceska republika weiter gut im Geschäft.