Mein Rezept für eine Berliner Weisse

Das Rezept das ich hier vorstelle ist vielleicht nicht das Originalrezept, kommt dem aber, nach Aussage eines Bekannten der es bei mir getrunken hat, sehr nahe.

Drei Tage vor dem eigentlichen Brauen hab ich einen Säurestarter angesetzt. Dafür hab eich 50g ungeschrotetes Malz in eine Thermoskanne gegeben und mit 0,7l Wasser aufgegossen. Die nächsten zwei Tage habe ich dann jeweils mit einem Teelöffel Zucker die Gärprozesse wieder zum laufen gebracht. Dabei die Thermoskanne nicht fest verschließen da die Gase ja auch irgend wo raus wollen.

Das Rezept ist für eine Einkocherladung von so 22l fertigen Bier ausgelegt. Ich habe im Einkocher 16l Wasser auf 45°C erhitzt und dann Eingemaischt. Die Schüttung bestand aus 2kg Pilsner und 2kg Weizenmalz. Danach habe ich eine Eiweisrast von 10 Minuten bei 55°C gehalten. Die nächsten beiden Rasten waren dann jeweils 30 Minuten bei 63°C und 72°C.

Vor dem Umschöpfen in den Läuterbottich habe ich noch auf 77°C aufgeheizt und die Jodprobe gemacht. Auch wenn viele sagen dass das unnütz ist, solange ich noch Jod habe wird das verwendet. Beim Läutern habe ich so lange Nachgegossen bis mein Einkocher voll war. Die Messung mit dem Refraktometer ergab eine Wert von 9,5% Brix.

Anschließend wurde die Maische für 45 Minuten gekocht, danach auf 40°C abgekühlt. Bei dieser Temperatur habe ich den Säurestarter hinzu gegeben, danach bei 19°C für drei Tage im Kühlschrank angestellt. Am dritten Tag habe ich die ganze Maische wieder in den Einkocher gegeben und für eine Stunde gekocht. Als Hopfen habe ich nach 10 Minuten 12g Perle mit 10%Alpha und nach 40 Minuten noch einmal 8g Perle mit 10% Alpha gegeben. Nach dem Hopfenseihen habe ich wieder auf 20°C abgekühlt und mit Fermetis WB06 aus der zweiten Führung angestellt. Hier ist die Hefe nicht so entscheidend, es sollte eben eine Weißbierhefe sein. Die Gärung erfolgte bei 19°C

Nach einer Woche habe ich mit 140g Zucker in ein Keg geschlaucht, das ich wieder für eine Woche bei 19°C angestellt hatte. Danach habe ich das Keg fünf Wochen bei 3°C gelagert. Es war, wie erwartet, nicht sehr stark, aber schön säuerlich erfrischend. Mit Himbeer- oder Waldmeistersirup lies es sich trinken wie Limonade, was bei meinen Gästen auf meinem Sommerfest gut angekommen ist.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.