Bier in Japan

Diesen Februar war ich für zwei Wochen in Japan unterwegs. Dabei konnte ich die lokale Bierszene etwas erkunden. Dominiert wird der Markt in Japan von den Großbrauereien Kirin, Sapporo, Ashai und Suntorry. Alles Brauereien mit einem Ausstoß von dem deutsche Großbrauereien nur träumen können. Das Bier dieser Brauereien ist sehr gut trinkbar, doch relativ teuer. Eine Halbe Bier kostet im Restaurant zwischen 500 und 900 Yen, was sich in Relation setzt da du ein Mittagessen schon so um die 1000 Yen bekommst. Auch im Laden ist es nicht viel Günstiger. Die 0,5l Dose kostet bei „Seven Eleven“ oder bei „Familiy Mart“ jeweils so um die 320 Yen.

Das Sapporo hat mir auf Anhieb geschmeckt. Kein besonderes Bier, halt eine gut trinkbares Lager. In Japan muss man mit Dosen vorlieb nehmen, da ich fast keine Flaschenbier gesehen habe.

Das Yebisu kommt auch aus demselben Braukonzern, schmeckt etwas vollmundiger als das „Normale“ Saporro, auch sehr gut trinkbar.

Am nächsten Abend bin ich dann in die Falle getappt. Die Dose hat für mich nach einem Bier von Suntory ausgeschaut, vielleicht eine Art Bock wegen des Alkoholgehaltes. Nach dem Öffnen habe ich dann gemerkt dass es sich dabei um einen Whisky Soda in der Dose handelt. Auch nicht schlecht, eben nicht das auf das ich mich gefreut hatte. Zum Glück hatte ich noch eine Dose Sapporo im Kühlschrank. Hier ist wieder gut dass ich in Japan in jedem Hotelzimmer einen Kühlschrank hatte.

Bei einem Bummel durch eine Einkaufsstraße in Kyoto kam ich an einer Craft Beer Bar vorbei. Das Weizen hat sofort mein Interesse geweckt. Also musste ich mir unbedingt eines kaufen.

Mein teuerstes Weizen bisher, umgerechnet 7,50€ für ein 0,3l Glas Weizen. Ich komme aus eine günstigen Gegend in Franken. Bei uns ist für diesen Preis die Brotzeit noch mit drin. Aber genug gejammert, ich habe es probiert. Vom Geschmack her eher wenig Banane, erinnert an ein Krombacher Weizen. So weit nicht schlecht, aber ein Zweites brauchte ich da doch nicht.

Da habe ich mich wieder an die Getränkeautomaten gehalten die in Japan an jeder Ecke stehen. Hier erhält man für 130 bis 180 Yen, also für 1,10€ bis 1,50€ alle möglichen kalten und warmen Getränke.Ich wusste zwar nicht immer was ich mir da herausgelassen habe, aber das mach auch den Reiz so einer Reise aus. Die Automaten sind weder beschmiert noch Sabotiert noch sonst wie außer Betrieb, die funktionieren immer.

Das Kirin hatte für mich einen etwas komischen Nachgeschmack. Hier ist der Hopfen nach meiner Meinung zu stark in den Vordergrund getreten, wirkte irgend wie „Unrund“.  Am Nächsten Abend dann was anderes.

Mal was zur Vorbereitung auf Olympia. Also ob ich ein Sapporo oder das Ashai ohne Etikett auseinander halten kann habe ich meine Zweifel. Aber für mich auch nicht schlecht, eines der beiden Marken gab es immer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Abend mal wieder zwei verschiedene Biere. Beide ziemlich Vollmundig für ein Lager, erinnerten mehr an ein böhmisches Pils. Da das Hotel ziemlich einsam gelegen war hatte ich Zeit beim Videoschauen gleich die beiden zu Verkosten.

Auch das gibt es in Japan, 300g Steak, wirklich sau gut, dazu ein Ashai Bier und der letzte Abend in Japan war gerettet. Hier Versagen auch bei einem Japaner die Stäbchen.

Danach als Schlummertrunk eine andere Sorte aus der Kirin Brauerei. Die hat mir richtig gut geschmeckt. Mein Fazit: einfach ausprobieren, ein richtig schlechtes Bier habe ich in Japan nicht erwischt.