Meine neuen Kästen und Flaschen

Vor einigen Wochen bin ich bei dem Portal von Industrie Auktionen Bernhard Maier auf die Auktion der Reste der Wernecker Brauerei gestoßen. Hier waren einige Posten die mich Interreisert haben. Als erstes habe ich ein Gebot auf 40 leere Kästen der Wernecker Brauerei abgegeben. Dann bin ich auf das Angebot einer Palette mit circa 500 Lochmundflaschen gestoßen. Also auch dafür ein Angebot abgegeben, die Bügelverschlüsse sollte ich schon irgend wo günstig bekommen. Ferner habe ich noch auf circa 10 Tafeln der Wernecker Brauerei geboten so wie auf 5 50l KEG mit Flachfitting. Als ich am Ende der der Auktion angekommen waren wurden hier noch 40 Kästen Unica Rot mit Bügelverschlussflaschen angeboten. Für den Fall dass ich die anderen Flaschen nicht bekomme habe ich auch darauf ein Gebot abgegeben.

Mit Spannung habe ich den Tag der Auktion erwartet und was denkt Ihr? Ich habe alles bekommen auf das ich geboten habe.

An dem vom Auktionator angegebenen Tag bin ich dann mit dem Hänger nach Werneck gefahren. Die 40 roten Unicakästen entpuppten sich als Kästen der Schwelmer Brauerei die 2010 pleite gegangen ist. Scheinbar hat damals die Wernecker Brauerei hier Kästen mit Flaschen aus der Konkursmasse gekauft, diese dann auf einer ehemaligen Laderampe abgestellt und vergessen. So sahen die Kästen dann auch aus, mit Spinnweben, abgefallenen Blättern und dem Dreck eines Jahrzehnts im Freien. Ich hab sie dann aufgeladen, mal sehen was ich damit anfange. Dann noch 40 leere Kästen der Wernecker Brauerei, die 5 Kegs 50l so wie die Palette mit Lochmundflaschen. Dies habe ich dann in die leeren Wernecker Kästen gestellt, die sicherste Methode sie zu Transportieren. Doch dann waren die Kästen alle voll und die Flaschen immer noch nicht zu ende. Also wenn ich richtig gerechnet habe sind 40 Kästen mit 20 Flasche so 800 Flaschen. Gut war dass noch eine Tüte mit Bügelverschlüssen in der Palette drin war. Der Mitarbeiter des Auktionators war der Ansicht dass das zu meiner ersteigerten Ware gehört, also habe ich die Bügelverschlüsse auf den Wagen gelegt. Schon wieder 200 Bügelverschlüsse die ich nicht kaufen muss.

Noch die Anschreibtafeln einladen, dann ist der Wagen voll. Hier stellte sich heraus dass die Menge wieder grob geschätzt wurde, in der Auktion war von circa 10 die Rede, gekriegt habe ich 17. Auch nicht schlecht. So bin ich dann mit vollem Anhänger die fast 2 Stunden heimgezuckelt.

Die neuen Flaschen in den Kästen von Wernecker brauchten zuerst mal Bügelverschlüsse. Diese habe ich bei Brouwland in Belgien, die den besten Preis hatten, bestellt. Auch Gummiringe für die Flaschen habe ich bestellt, denn die Flaschen in den Schwelmer Kästen sahen auf den ersten Blick nicht sehr gut aus.

Bügelverschlüsse waren relativ schnell montiert, so dass ich mich erst mal über die neuen Flaschen machen konnte. Diese warn relativ schnell mit Geschirrspülpulver gewaschen und mit klarem Wasser gespült. So war dann auch der letzte Staub weg. Zur Kennzeichnung habe ich mir bei „Wir machen Druck“ runde, wetterfeste Aufkleber bestellt. Dies klebe ich auf die Verschlüsse.

somit kann ich meine Flaschen immer erkennen. Ich lagere diese im verschlossenen Zustand, da es in der Umgebung staubig ist und ich vermeiden will dass der Staub in die Flaschen kommt.

Mehr Arbeit als dies haben die roten Kästen der Schwelmer Brauerei gemacht. Erst habe ich sie mir mal angeschaut ob sie nicht schon brüchig sind, aber zu meiner Freude sind sie noch ok. Also sollte eine gründliche Wäsche reichen.

somit habe ich sie alle in einer Lauge mit Geschirrspülpulver von Netto gebadet. Dafür habe ich sie mit meiner Pumpe erste gefüllt, dann in meiner Wanne (das ist der Vorteil einer ehemaligen Milchkammer, es ist immer noch ein große Spülwanne mit Warmen und Kalten Wasser vorhanden) die Flaschen versenkt.

Nach 10 Minuten haben die Etiketten begonnen sich abzulösen. Mit einem Spüllappen habe ich dann die Flaschen außen von dem Dreck und den Kleberresten befreit. Besondere Sorgfalt habe ich auf die Gummiringe verwendet. Ich habe jeden der nicht geklebt war heruntergemacht und den Porzelanstöpsel gründlich gereinigt. Dann habe ich mir den Gummiring genau angeschaut. Wenn auch nur eine Kleinigkeit dran war die mir nicht gefallen hat habe ich ihn gegen einen neuen getauscht. Somit haben 30 % der Flaschen neue Gummiringe bekommen.

Den Kasten habe ich mit meiner speziellen Reinigungsbürste behandelt. Einer abgeschnittenen Klobürste im Akkuschrauber. Funktionier prima um den Kasten von innen zu reinigen.

Die Flaschen habe ich innen auch mit einer Bürste für den Akkuschrauber gereinigt. Somit habe ich sogar echte Krusten oder sonstiges ekliges Zeug rückstandslos herausbekommen. Jede einzelne Flasche habe ich gegen das Licht kontrolliert, es war kein Schmutz mehr zu sehen. Ein befreundeter Laborant hat ein paar untersucht, es war kein Befund mehr in der Flasche, die Reinigung auf diese Weise hat sich bewährt.

Die Flaschen abtropfen lassen, dann nach frühestens 4 Stunden klar ausspülen. Diese Flaschen habe ich auch wieder verschlossen gelagert, die Verschlüsse und den Flaschenmund habe ich vor dem Verschließen noch mit 70% Isopropanol behandelt, falls doch noch etwas zurück geblieben ist. Diese Vorgehen mache ich seit 5 Jahren und hatte noch nie Probleme mit den Flaschen.

Am Schluss habe ich meine Kästen noch Personalisiert. Dafür habe ich mir wieder Aufkleber 80x80mm bei „Wir machen Druck“ machen lassen. Für die Schrift habe ich mir ein rotes Panzerband organisiert, das auch mal Wasser und mechanische Belastungen aushält.

Somit kann ich wieder viel Bier in Flaschen abfüllen und meine Bestände an Pfandflaschen und Kästen langsam abbauen.