Die Kiste mit britischen Biere von Lidl aus der Aktion vom Frühjahr 2021

Lidl hat ja vor einiger Zeit verschiedene Boxen mit Bieren im Angebot gehabt, dabei auch eine Kiste mit Britischen Ales. Wie auf der Kiste zu Lesen ist das ganze in Zusammenarbeit mit dem Tuborg Konzern entstanden, teilweise mit deutschen Etiketten. Die Auswahl ist etwas speziell, hier sind auch, im Gegensatz zu den Belgischen Bieren, relativ leichte Biere in der Kiste gelandet.

Die ausgewählten Biere auf einen Blick. Hier mal die Einzelvorstellung:

Das Erste ist das Hobgoblin Ruby Beer, mit 5,2% Alkohol eines der Stärksten Biere im Test. Die Farbe ist für ein Rubinbier ziemlich dunkel geraten. Der Geruch ist etwas Fruchtig, Estrig. Im Antrunk ist der Hopfen schon zu merken, gemischt mit den Noten nach Röstmalz und dunkler Schokolade. Im Nachklang bleibt der Hopfen am Gaumen zurück. Alles in Allem nicht so mein Geschmack.

Im Netz habe ich noch eine etwas blumigere Beschreibung gefunden:

Das Hobgoblin Ruby Beer ist das wohl bekannteste und legendärste Bier der Wychwood Brauerei. Es war zugleich eines der ersten Biere, das 1988 den Grundstein für den Erfolg der englischen Craft Beer Brauerei legte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2 vol. % und wird von einer milden Hopfenbittere begleitet. Hobgoblin bedeutet übersetzt Kobold, weshalb auch eben jener auf dem Etikett zu sehen ist. Ein Mix aus den zwei Hopfensorten Styrian und Fuggles sowie Pale, Crystal und Chocolate Malzen, sorgen für den rubinroten Farbton und das malzige und toffee-ähnliche Aroma des Wychwood Hobgoblin Ruby Beers. Ein Bier mit guter Drinkability und etwas für Liebhaber englischer Ales.

Folgt das Bombarider Premium British Ale. Hier handelt es sich um ein englisches Bitter. Aus dem Kontinent geren als „Lauwarmes Labberwasser“ bezeichnet, zeigt es sich bei 6 bis 7°C ganz anders. Mit 5,2% Alkohol ist es nicht zu schwach auf der Brust, der Schaum steht nicht lange wie bei Britischen Bieren üblich. Der Geruch ist etwas Fruchtig, von obergäriger Hefe geprägt,  Der Antrunk ist Malzig, der Hopfen kommt sofort durch, jedoch nicht Unangenehm. Im Nachklang bleibt etwas Malzsüße auf dem Gaumen. Ein gut trinkbares Bier bei der richtigen Temperatur.

Folgenden Beitrag über das Bier habe ich auf einer Testseite gefunden:

The Eagle Brewery produziert das Bombardier Premium Bitish Ale. Eingeschenkt sieht es schon mal klasse aus. Ein dunkles Bernstein mit rötlichen Reflexen ist unter der relativ festen Schaum zu sehen. Der Geruch bietet Karamell, der Antrunk bestätigt dies. Eine leichte Süße ist deshalb vorhanden, diese ist nicht übertrieben, sondern bietet etwas Toffee. Parallel dazu sorgt der Hopfen für etwas Würzigkeit. Das passt prima und sorgt für etwas Substanz. Lang ist der Abgang dieses rundes Bieres, es ist süffig und durch die Kohlensäure ist es auch ziemlich spritzig. Das Bombardier ist es ein gutes Bier. 

Das Nächste ist das Martons Pedigree Amber Ale. Es ist mit 4,5% Alkohol relativ leicht, riecht süßlich, fruchtig. Der Antrunk präsentiert angenehme Malz und Hopfennnoten  gut Ausbalanciert, im Nachklang bleibt die leicht Herbe des Hopfens zurück. Für mich ein gut trinkbares Bier.

Hier was aus dem Netz zu diesem Bier:

Marstons Pedigree ist ein Amber Ale, was nach der einst in GB sehr beliebten Burton Union System Methode gebraut wird. Eine sehr interessante Methode, wer sich interessiert, bitte mal googeln. Im Glas hat es eine mittlere Kupferfarbe. Die Blume hält einigermaßen. In der Nase zeigen sich feine Malzaromen. Auch dieses Ale kommt anfangs recht schlank in den Gaumen. Neben süßlichen Karamell gibt es eine interessante, fruchtige Säure zu Entdecken. Im Abgang kann die gute Hopfung gefallen. Alles in allem ist ein weiches, süffiges Trinkerlebnis. 

Nun das Ringwood Razorback, vom Etikett her macht es was her mit der Wildsau auf dem Cover. Mit 3,6% Alkohol ist dieses Bitter ziemlich leicht, Der Geruch ist Süßlich, Fruchtig, nach warmen Röstmalzen, der Antrunk ist ziemlich leicht, feine Röstnoten sind zu schmecken, im Nachgang kommt der Hopfen. Kein schlechtes Bier, wird aber nicht mein Lieblingsbier.

Auch hier ein Kommentar aus dem Netz:
Das Razor Back ist mit seinem ABV von 3,6 % schon fast bei den Leichtbieren einzuordnen. Es hat aber eine leuchtende Kupferfarbe und auch die Blume kann sich sehen lassen. Es duftet deutlich fruchtig und blumig. Der Antrunk ist erwartungsgemäß schlank. Die Malzsüße und fruchtige Säure kann aber trotzdem überzeugen. Im Abgang kann sich die gute Bitterung lange halten. Das Bier ist völlig in Ordnung, wenn es mal etwas leichter sein soll.

Weiter mit dem Cumberland Golden Beer. Mit 4% Alkohol ein ziemlich leichtes Bier für ein Goldenes relativ dunkel. Der Geruch ist fruchtig, wenig ausgeprägt, der Antrunk ähnlich eines Pils, Geschmacklich kommt es einem Lager nahe, schlank herb. Der Nachtunk ist ziemlich bitter, für mich nicht so ganz ausgewogen. Ist nicht mein Favorit.

Die Brauerei sagt zu ihrem Bier:

„Jennings No.1 golden beer acknowledges the rich heritage and tradition of the area. Its deep refreshing flavour is still very much in line with contemporary tastes. A supremely refreshing beer usingcarefully selected English hop varieties that are added at twopoints in the brewing process to give this beer its unique characteristics.“
Übersetzt:
Das goldene Bier von Jennings No.1 würdigt das reiche Erbe und die Tradition der Region. Sein tief erfrischender Geschmack entspricht immer noch sehr dem zeitgenössischen Geschmack. Ein überaus erfrischendes Bier mit sorgfältig ausgewählten englischen Hopfensorten, die an zwei Stellen des Brauprozesses hinzugefügt werden, um diesem Bier seine einzigartigen Eigenschaften zu verleihen.

Mc Evan´s Levy Scottish Beer Dark in Color, light in Taste. Mit 3,2% Alkohol wieder ein leichter Vertreter der Britischen Biere, dieses mal aus Schottland. Im Geruch melden sich die Röstmalze, was sich beim Antrunk bestätigt, die Hopfenaromatik kommt wenig durch. Es schmeckt ziemlich leicht, es kommt eine Süße die im Gaumen bleibt, wird dort langsam durch die Röstmalze und den Hopfen abgelöst. Alles in Allem Trinkbar.

auch hier noch mal was aus dem Netz zu diesem Bier:

Sehr mild was den Alkoholgehalt angeht ist es, nur 3,2%vol hat dieses Mild Ale namens „McEwan’s Levy“. Levy heißt auf Deutsch Abgabe und bezieht sich auf die im 19. Jahrhundert eingeführte Pflicht, Steuern auf Bierfässer zu zahlen. Je stärker das Bier, desto mehr Abgaben musste man zahlen. Kennt man ja hier in Deutschland auch. Und da dieses schottische Bier nur 3,2%vol. Alkohol hat, kann es nicht teuer gewesen sein. Eingeschenkt sieht es ganz gut aus. Dunkelrot, fast schwarz ist es. Der Schaum ist nicht sonderlich üppig, der Geruch bietet eine leichte Röstmalznote. Geschmacklich fällt direkt auf, dass das Bier wenig Alkohol hat. Aber die Röstaromen sind trotzdem klasse ausgearbeitet. Etwas Rauch ist mit von der Partie, auch Karamell ist zu schmecken. Es schmeckt ziemlich gut. Auch wenn der Geschmack zwei-drei Sekunden braucht, bis er richtig durchkommt. Der Antrunk als solches ist erst mal dünn und leicht wässrig. Erst dann kommen diese leckeres Röstaromen durch. Der Hopfen hält sich zurück, so richtig würzig ist das Bier nicht. Mir schmeckt es gut. Hätte es mehr Alkohol, wäre es noch besser. Alles in allem Gut!

 

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