Das Gambrinus Weizen der Dornbräu in Bruckberg/Mfr

Heute stelle ich euch mal mein liebstes Weizen vor: die Gambrinus Weisse von der Brauerei Dorn aus Bruckberg in Mittelfranken. Es handelt sich um ein klassisches fränkisches Weizen. Mit dunkel orangener Farbe und einer schönen Blume steht es im Glas. Der Geruch ist etwas nach Backhefe und überreifen Obst.

Beim Antrunk merkt man sofort dass hier der Hopfen eine untergeordnete Rolle spielt. Man hat sofort den Geschmack von Bananen und reifen Birnen auf der Zunge, das Ganze aber nicht zu süß. Im Nachtrunk ist dann noch eine etwas andere Fruchtigkeit auf der Zunge. Im Ganzen ein wirklich gutes Weizen, das nach meiner Meinung vom Fass noch besser ist. Kommt ihr mal in die Gegend zwischen Ansbach und Nürnberg dann schaut nach Wirtshäusern die Dorn vertreiben und mit etwas Glück bekommt ihr das Weizen vom Fass. Aber Vorsicht, hier bremst nichts und ruck zuck ist man nicht mehr Fahrtüchtig.

Mein neuer Braukessel für die kleineren Mengen

Den größten Teil meiner Sude braue ich nach wie vor in der „Einkocherklasse“, also mit einem Einkocher als Braukessel und einem für den Nachguss. Damit bekomme ich eine Ausschlagmenge zwischen 21 und 24 Liter bei einem Brauvorgang zustande. Bisher verwende ich dafür zwei Einkocher von Weck mit je 2000W und einer Entsafterstufe die dauernd auf voller Leistung kocht. Jedoch hat sich im Sudkessel in die Emaille schon etwas Verfärbung eingebrannt so dass er Unansehnlich ausschaut. Sauber ist er zwar, aber die Optik ist doch nicht die Beste. Somit habe ich sofort zugeschlagen als ich neulich bei Ebay den Einkocher von Silva gesehen habe.

Der Behälter ist aus VA, auch der Boden ist geschlossen. Für das Kochen steht hier eine satte Leistung von 2500 Watt zur Verfügung, was immerhin mehr ist als bei meinen bisherigen Einkochern. Das Blech ist zwar ziemlich dünn, aber das sollte kein Problem sein. Für das Rührwerk werde ich einen VA Topfdeckel umbauen. Ob ich den Hahn durch einen VA-Kugelhahn ersetze muss sich nach dem ersten Sud herausstellen. Die Angabe von 30l Fassungsvermögen halte ich für nicht realistisch, da bis zum Max-Stand höchstens 25 Liter hineingehen, lässt man den aus den Augen dann sind es auch nur 27 Liter. Spielt aber keine Rolle, für meine kleinen Sude ist das ausreichend. Das Teil muss spätestens in KW22 fertig sein, da ich hier für ein Fest mehrere Sude brauen muss. Wahrscheinlich werde ich ihn auch noch außen mit einer Thermo-matte isolieren um ein schnelleres Koch zu ermöglichen. Ich werde von meinen Erfahrungen an dieser Stelle Berichten.

Mittlerweile habe ich ihn einmal getestet. Die Aufheizrate ist super, zirka eine Stunde von 10°C auf 90°C mit 27l Wasser. Die Bauteile für das Rührwerk sind auch schon fast alle da, also kann ich demnächst mit dem Bauen  anfangen.

Dorn´s Röschen von der Brauerei Dorn in Bruckberg

Heute ist es an der Zeit euch mal ein Bier meiner Stammbrauerei vorzustellen. Das Dorn´s Röschen, eine Anspielung auf ein bekanntes Märchen ist das einzige Bier dass die Familienbrauerei Dorn in 0,33 Vichy-Flaschen abfüllt. Es ist für Leute gedacht die mal einen Schluck Bier trinken, denen aber eine Halbe zu viel ist.

Es ist ein helles Bier mit 5% Alkohol. Was es genau für ein Bier ist verrät die Brauerei nicht. Einige behaupten das ist das normale Helle in anderen Flaschen, einige dass es separat gebraut wird. Also hilft nur selbst zu probieren: Im Glas macht sich das Bier schon mal gut, etwas dunkelgelb mit feinporigem Schaum. Der Geruch zeigt Noten von Malz und Hefe, nichts was stört. Der Antrunk ist auch etwas Malzig, dann kommt aber doch der Hopfen durch. Eine sehr angenehme Kombination, prima zu trinken. Im Nachklang bleibt der Hopfen noch länger auf dem Gaumen. Alles richtig gemacht, ihr Dorns. Die anderen Biere werde ich auch noch vorstellen. Ich kenne alle und finde dass jedes gut ist.

Bierszene in den USA, eine nicht neutrale Nachschau meiner Reise durch den Westen der USA

Als ich diese Jahr im Februar-März in den USA eine Rundreise durch Kalifornien und ein paar angrenzende Bundesstaate gemacht habe war ich ja sehr Neugierig auf die Craftbierszene dort. Als ich vor ein paar Jahren in New Orleans war habe ich dort ein echt gutes Hefeweizen getrunken. Also war ich auf das Angebot hier gespannt.

Die Auswahl an Bieren war in den Bars wirklich sehr gut. Doch ziehr man die üblichen Verdächtigen wie Budweiser und Miller, jeweils auch in Light, Guinness, Becks, Heineken und so weiter ab bleiben nur relativ wenige übrig. Hier habe ich mich dann für das Stone IPA entschieden. Außer dass das Pint mit 9$ ganz schön teuer war fand ich das Bier nicht so besonders. Ich bin jetzt kein großer IPA – Fan, mir sind andere Biersorten lieber.

Im Supermarkt schaut es ähnlich aus. Die Auswahl an Bieren ist sehr groß, doch auch wieder sehr IPA und Ale – lastig. Eigentlich habe ich en California Common gesucht, was ich nicht gefunden habe. Entweder war ich an der falschen Stelle oder zu blöd es zu finden. Somit war mein Abendbier wieder mal ein Mexikanisches Lager, ähnlich dem Corrona. Leider hab ich vergessen die Dose zu fotografieren.

Allgemein wird das Bier in den USA relativ kalt serviert. In userem Hotel am Bryce Canyon, mitten im Nirgendwo bekam ich dann das beste Bier meiner ganzen Reise serviert. Ein echt gutes Export von einer kleinen Brauerei aus einem Kaff 50km weiter. Doch meines Erachtens passt heir die Relation nicht. Für das Abendbuffet das keine Wünsche offen gelassen hat waren 16$ wirklich Günstig. Dagegen waren 9$ für ein Pint Bier ganz schön happig. Hier kommt je immer noch die Steuer und das Trinkgeld (eigentlich besser Übersetzt als Serviceentgeld) drauf.

Nicht dass hier jetzt der Eindruck ensteht ich wollte nur an den Preisen rummäckeln. Von mir aus sollen alle ihr Geld verdienen, müssen es auch. Nur das Verhältnis zu den Softdrinks ist schon krass. Hier hast du 3$ für ein Glas Cola bezahlt. Und das wird vom Kellner immer wieder nachgeschenkt sobald es fast leer ist, kostenlos! Abends habe ich mir dann noch eine Dose Budweiser mit aufs Zimmer genommen. Jetzt weiß ich wieder warum das nicht mein Lieblingsbier ist.

Günstigere Bier kriegt man in Las Vegas. Nur an eine Automaten in den Gasinos spielen und bei der freundlichen Cocktailfrau ein Bier bestellen. Das ist dann gratis, aber die freundliche Dame erwartet natürlich ein Trinkgeld. Ich habe die Erfahrung gemacht wenn du das erste mal etwas großzügiger damit bist klappt der Nachschub besser. Jedoch bin ich in Vegas auf den Geschmack der Margaritas gekommen.

Die junge, etwas leicht bekleidete Dame auf dem Tresen hat  mich dazu gebracht, doch hier mal ein Bier zu trinken. Ein Saison nach belgischer Art, gebraut in Nevada. Das war die 6$ auf jeden Fall wert, war aber vielleicht auch an der Stimmung gelegen, schon mehrere Margaritas in der Figur und gegenüber eine Band die guten alten Rock gespielt hat. Manches mal passt einfach alles.

Wäre ich nicht mit einer Reisegruppe unterwegs gewesen sonder mit dem Mietwagen hätte ich schon mehr probiert, aber das kann ich ja das nächste mal wenn ich wieder in den USA bin wiederholen.

Wer Lust hat kann sich die Fotos der Reise hier anschauen

Aktien Zwick´l der Bayreuther Aktienbrauerei

Seit die Brauerei Maisel das Regiment bei der Aktienbrauerei übernommen hat sieht man das Bier dieser Brauerei in fast jedem Getränkemarkt. Hier mal eine kleine Beschreibung der Verkostung des Aktien Zwick´l, einem Kellerbier aus diesem Hause.  Zuerst mal der Text aus der Homepage der Brauerei:

„AKTIEN Zwick’l Kellerbier ist der Klassiker der Brauerei: Eine naturbelassene, hefetrübe und unfiltrierte Bierspezialität. Früher war dieses süffige Bier nur dem Braumeister vorbehalten, der das Fass kurz angestochen hat und den ersten Schluck verkostete. Das Fass wurde dann wieder mit einem Holzzwick’l verschlossen, woher auch der Name rührt. AKTIEN Zwick’l wird in der traditionellen Bügelflasche angeboten.

Alkoholgehalt: 5,3% vol.
Stammwürze: 12,40°P
Bittereinheiten: 18 IBU
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Röstmalzbier, Hopfen, Hefe

Speiseempfehlung: Schweine-, Gans- und Entenbraten, Wurstplatten, Bergkäse“

Super, hier ist wirklich viel Information aus der Homepage zu lesen.

Doch nun zur Verkostung: Im Glas ist es Rötlich braun, etwas Hefetrüb mit einem schönen Schaum. Der Geruch ist Malzig, etwas nach Hefe. Der Antrunk ist leicht Hopfig herb mit mit leichten Röstmalznoten. Im Abgang dominiert der Hopfen, bleibt aber nicht lange auf dem Gaumen. Das ist jetzt nicht das absolute Spitzenbier, aber als Begleiter bei einer Brotzeit wäre es für mich genau das Richtige.

Keiler Kellerbier

Heute habe ich das Kellerbier von der Brauerei Keiler aus Würzburg (eigentlich Lohr) probiert. Hängt ja alles mit der Kulmbacher Brauerei AG zusammen.

Auf der Homepage der Brauerei findet man folgenden Text:

„Dass Zwickelbiere absolut im Trend sind, hat sich mittlerweile herum gesprochen. Ein ganz besonderes Exemplar dieser Biergattung ist das »Keiler Kellerbier« in der Bügelverschlussflasche. Die urtypische Bierspezialität ist unfiltriert, naturtrüb und bernsteinfarben. Und so lieben das die Keiler Bierfreunde: Vollmundig und süffig mit 12,4% Stammwürze und 5,4% Alkohol.“

Das Bier ist recht dunkel mit schöner weißer Blume. Der Geruch ist mäßig nach dunklem Malz und etwas Hopfen. Laut Etikett wird hier zum Brauen auch Hopfenextrakt verwendet. Der Antrunk ist Malzig mit merklichen Hopfen, der Geschmach bleibt auch relativ lange im Mund. Für ein dunkles Kellerbier hat es wenig süße, also typisch Fränkisch. Für mich ein trinkbares Kellerbier, nicht mein Favorit, aber auch nicht zum Davonlaufen.

Rote Weisse aus dem Brauhaus Brandmeier in Cadolzburg

Neulich ist mir mal die Rote Weisse aus Cadolzburg unter die Finger gekommen. Musste ich unbedingt probieren. Hier mal die Beschreibung aus der Homepage: „Ein Spezialmalz und die Mischung von 2 verschiedenen Hefen sorgen bei unserer Roten Weiße für einen vanilligen, leicht an Sahnekaramell erinnernden Charakter, der sich mit leichten Bananennoten mischt!“ Dann steht dort noch was von Hersbrucker und Hallertauer Tradition als Hopfen.

Die Farbe und der Schaum sind gelungen, mit 5,4% Alkohol ist es auch nicht ganz schwach. Der Geruch ist etwas Hefig, leicht säuerlich. Der Antrunk bestätigt den Geruch, es schmeckt nach Hefe, das Malz und den Hopfen hat man fast nicht auf der Zunge. Dafür das etwas säuerliche Prickeln dabei fast keine Banane zu merken. Es hält beim Abgang nicht sehr lange im Mund. Es ist durchaus trinkbar, wird aber sicher nicht mein Lieblingsweizen. Ich finde das Rote Weizen der Schanzenbräu etwas ausgewogener, aber das ist eben mein Geschmack.

Meerjungfrau der Rügener Inselbrauerei

Wie schon das andere aus der Rügener Inselbrauerei habe ich auch die Meerjungfrau geschenkt bekommen. Wie bei dieser Brauerei üblich ist die Flasche komplett in braunes Papier gewickelt. Der Aufdruck gibt etwas über das Bier preis: Es handelt sich um Sauerbier (Gose) mit einem Alkoholgehalt von 5,6%. Auf der Beschreibung heißt es: „Dieses Seltene Bier haben wir mit zwei
Milchsäure-Stämmen und Bière-Brut-Hefe gebraut. Es überrascht mit einer eleganten Fruchtsäure – erfrischend, fruchtig prickelnd wie ein sehr trockener Cidre. Ein Bier zum Anstoßen, Feiern und Genießen – eine echte saure Verführung.“

Kann man mal so stehen lasse. Beim Einschenken ist es goldgelb mit passabler Schaumkrone. Der Geruch ist sehr speziell, etwas süß-säuerlich. Im Antrunk merkt man dann gleich die Milchsäure, wenig Hopfengeschmack. Auch bleibt diese Säure nicht sehr lange auf der Zunge. Mein Fazit: Interessant! So kann ich wenigsten sagen, dass ich den getriebenen Aufwand respektiere, aber für mich ist das nichts. Aber die Welt wäre ja Langweilig wenn alle den selben Geschmack hätten.

Mein Rezept für eine Berliner Weisse

Das Rezept das ich hier vorstelle ist vielleicht nicht das Originalrezept, kommt dem aber, nach Aussage eines Bekannten der es bei mir getrunken hat, sehr nahe.

Drei Tage vor dem eigentlichen Brauen hab ich einen Säurestarter angesetzt. Dafür hab eich 50g ungeschrotetes Malz in eine Thermoskanne gegeben und mit 0,7l Wasser aufgegossen. Die nächsten zwei Tage habe ich dann jeweils mit einem Teelöffel Zucker die Gärprozesse wieder zum laufen gebracht. Dabei die Thermoskanne nicht fest verschließen da die Gase ja auch irgend wo raus wollen.

Das Rezept ist für eine Einkocherladung von so 22l fertigen Bier ausgelegt. Ich habe im Einkocher 16l Wasser auf 45°C erhitzt und dann Eingemaischt. Die Schüttung bestand aus 2kg Pilsner und 2kg Weizenmalz. Danach habe ich eine Eiweisrast von 10 Minuten bei 55°C gehalten. Die nächsten beiden Rasten waren dann jeweils 30 Minuten bei 63°C und 72°C.

Vor dem Umschöpfen in den Läuterbottich habe ich noch auf 77°C aufgeheizt und die Jodprobe gemacht. Auch wenn viele sagen dass das unnütz ist, solange ich noch Jod habe wird das verwendet. Beim Läutern habe ich so lange Nachgegossen bis mein Einkocher voll war. Die Messung mit dem Refraktometer ergab eine Wert von 9,5% Brix.

Anschließend wurde die Maische für 45 Minuten gekocht, danach auf 40°C abgekühlt. Bei dieser Temperatur habe ich den Säurestarter hinzu gegeben, danach bei 19°C für drei Tage im Kühlschrank angestellt. Am dritten Tag habe ich die ganze Maische wieder in den Einkocher gegeben und für eine Stunde gekocht. Als Hopfen habe ich nach 10 Minuten 12g Perle mit 10%Alpha und nach 40 Minuten noch einmal 8g Perle mit 10% Alpha gegeben. Nach dem Hopfenseihen habe ich wieder auf 20°C abgekühlt und mit Fermetis WB06 aus der zweiten Führung angestellt. Hier ist die Hefe nicht so entscheidend, es sollte eben eine Weißbierhefe sein. Die Gärung erfolgte bei 19°C

Nach einer Woche habe ich mit 140g Zucker in ein Keg geschlaucht, das ich wieder für eine Woche bei 19°C angestellt hatte. Danach habe ich das Keg fünf Wochen bei 3°C gelagert. Es war, wie erwartet, nicht sehr stark, aber schön säuerlich erfrischend. Mit Himbeer- oder Waldmeistersirup lies es sich trinken wie Limonade, was bei meinen Gästen auf meinem Sommerfest gut angekommen ist.

 

Noch ein paar Kellerbiere oder wie sich die immer nennen

Den Anfang macht das Zirndorfer Kellerbier, gebraut in Zirndorf bei der Tuchertochter Zirndorfer. Das soll jetzt nicht Negativ sein, Zirndorfer hat bei uns in der Gegend einen guten Ruf. Kommen wir nun zum Kellerbier. Auf der Homepage der Brauerei wird es wie folgt beschrieben:

„Eingebraut mit besten Rohstoffen wird dieses Bier unfiltriert abgefüllt. Leicht hefig und vollmundig im Geschmack füllen wir es in die bekannte 0,5-Liter-Euro-Flasche. Unser Zirndorfer Kellerbier: das naturtrübe Kellerbier für unverfälschten, ursprünglich-ländlichen Biergenuss.“

Mit seinen 4,9% Alkohol ist es auch nicht zu Stark.

Nach dem Einschenken steht es braun im Glas mit schönem Schaum. Der Geruch ist etwas Hefig mit leichten Malznoten, der Antrunk bestätigt den Geruch. Der Hopfen spielt hier nur die zweite Geige, was aber der Süffigkeit keinen Abbruch tut. Der Nachgeschmack ist ziemlich gering. Fazit: Ein guter Begleiter für einen Sommerabend, es ist nur darauf zu achten dass es nicht zu Viele werden.

Das Zweite ist das Kellerbier von Leikeim. Bei den 4,9% Alkohol ist es mit dem Zirndorfer identisch. Die Homepage sagt dazu:

„Messingfarben und naturtrüb – honigsüß und nussig im Duft. Vollmundig im Antrunk und harmonisch herb im Abgang. Unser unfiltriertes Bier für alle, die es fränkisch traditionell mögen.“

Von der Farbe gleicht es auch dem Vorherigen, jedoch ist die Kohlensäure etwas „Grobporiger“, ich weiß jetzt auch nicht wie ich das beschreiben soll. Der Geruch ist stark durch die Hefe geprägt. Im Antrunk ist des Leikeim Kellerbier wesentlich Hopfenbetonter. Im Nachtrunk bleibt wenig Geschmack auf dem Gaumen. Es ist nicht schlecht, aber für mich ist es nicht so ausgewogen wie das Zirndorfer.

Das nächste ist ein Zwickl aus der Braumanufaktur Alt Bamberg, also von Kaiserdom. Hier auch die Aussage der Brauerei zu dem Bier:

„Der Character dieses unfiltrierten und naturtrüben Bieres wird bestimmt durch seinen besonders hohen natürlichen Gehalt an Eiweißen und Gerbstoffen, Hefe und Hopfenbestandteilen. Eingebraut mit fränkischem Gerstenmalz unter Zusatz von hellen Caramelmalzen und mildem Spalter Aromahopfen vergärt das Zwickl bei kalten Temperaturen unter 10 °C solange in Ruhe, bis es seine süffige und würzige Geschmacksfülle erreicht hat. Durch die naturbelassene Trübe genießen Sie mit Zwickl ein Bier von hoher ernährungsphysiologischer Wertigkeit.“

Beim Alkoholgehalt ist dieser Zwickl mit 4,8% im gleichen Breich wie die beiden anderen. Auch die Farbe ist die Selbe. Der Schaum ist nicht so schön wie bei den beiden anderen. Auch vermag ich, trotz gleicher Temperatur, fast keinen Geruch wahrzunehmen. Der Antrunk ist Malzig, leicht Bitter. Es wirkt etwas dünn, das dunkle Malz ist nicht rauszuschmecken. Der Nachtunk bleibt ziemlich herb lange am Gaumen. Es ist nicht schlecht, aber mein Lieblingsbier wird es sicher nicht.

Das letzte Bier ist wieder ein Zoigl, diesmal von der Brauerei Scherdel in Hof. Was ich von Zoigl halte der nicht aus den Kommunbrauhäusern kommt habe ich schon beschrieben. Dass er naturbelassen und unfiltriert ist wie auf der Homepage festgestellt davon gehe ich aus.

Mit seinen 5,2% Alkohol ist er etwas stärker als die anderen. Die Farbe ist leicht heller als bei den anderen Bieren, auch hier ist der Schaum etwas Grobporig. Der Geruch ist Bierig nach Treber und etwas Hefe. Der Antrunk ist Malzig mit der richtigen Menge an Hopfen ohne wirkliche Restsüsse. Das Bier ist im Ganzen recht süffig, nicht schlecht. Im Nachgang bleibt noch etwas herber Hopfen am Gaumen. Liebe Brauerei Scherdel, schreibt doch Kellerbier oder Zwickl drauf dann bin ich mit dem Bier restlos zufrieden.